Grußwort des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller

 

Zum mittlerweile 17. Mal findet in Berlin die Benefizgala „Künstler gegen Aids“ statt. Damit gehört diese Gala schon lange zu den kulturellen und gesellschaftlichen Höhepunkten unserer Hauptstadt. Gleichzeitig ist sie eine der erfolgreichsten Berliner Benefizveranstaltungen zugunsten HIV-positiver und an Aids erkrankter Menschen.
Der heutigen Gala ist es zu verdanken, dass die Themen HIV und AIDS enttabuisiert werden und nicht in Vergessenheit geraten. Und ich freue mich über das lebensbejahende und fröhliche Engagement der „Künstler gegen Aids“.

 

Heute gibt es viele gute Gründe zur Freude und zur Hoffnung. So ist die Lebenserwartung von Menschen mit HIV in den vergangenen Jahren beständig gestiegen. Es gibt bisher zwar weder Heilung noch Impfungen, doch haben die drastischen Nebenwirkungen der verfügbaren Medikamente abgenommen und die antiretrovirale Therapie hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Wenn HIV heute mit Medikamenten behandelt wird, die verhindern, dass Menschen an Aids erkranken müssen, dann ist die Krankheit, die früher zwangsläufig tödlich verlief, heute eher chronische Art.

 

Bei aller Zuversicht und Freude dürfen wir auch heute nicht vergessen, dass Aufklärung nach wie vor zu den dringendsten Aufgaben gehört. Auch die nachfolgenden Generationen müssen wissen, dass HIV immer noch zu den tückischsten Infektionskrankheiten gehört und ohne die Behandlung mit Medikamenten tödlich verläuft. Gleichzeitig ist es wichtig, das Stigma, das mit HIV/Aids verbunden ist, zu bekämpfen. Und gerade dafür leisten die vielen „Künstler gegen Aids“ einen hervorragenden Beitrag. Ich danke Ihnen allen für Ihren Einsatz und wünsche weiterhin viel Kraft und Erfolg bei Ihrer wichtigen Arbeit – und einen wundervollen Abend.

 

Michael Müller

Michael Müller
Regierender Bürgermeister von Berlin